
Natürlich auch im Netz vertreten: der erfolgreiche heimische Lokalsender Radio Westfalica. Repro: MT
Gestern wurden die von den Radiomachern im Land mit Spannung erwarteten Ergebnisse der jüngsten Elektronischen Medienanalyse NRW (E.M.A.) veröffentlicht. Erneut schnitten dabei die ostwestfälisch-lippischen Lokalradios gut ab – ganz oben an der Spitze einmal mehr der Mindener Sender „Radio Westfalica„.
Rund 630.000 Hörer der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren schalten werktäglich eines der sechs OWL-Lokalradios ein. Die meisten hat mit einem Spitzenwert von 126.000 „Hörern gestern“ sowie 42.000 „Hörern pro Durchschnittstunde“ erneut Radio Westfalica. Der heimische Lokalsender unter Chefredakteur Ingo Tölle war damit trotz des scharfen Wettbewerbs im nordrhein-westfälisch-niedersächsischen Grenzgebiet nicht nur wie stets seit Aufnahme der Programms im Jahr 1995 unangefochtener Marktführer im Mühlenkreis, sondern konnte sich auch zum dritten Mal in Folge an der Spitze der Liste aller 44 NRW-Lokalradios platzieren. Erfolgreicher ist keine Lokalfunkstation in Nordrhein-Westfalen.
In seinem Verbreitungsgebiet strahlt der heimische Sender schon lange das mit Abstand am weitesten verbreitete Programm aus. Mit dem in der jüngsten Messwelle der Elektronischen Mediananlyse NRW ermittelten Marktanteil von 47,1 Prozent hat er sich weit von allen anderen hier einstrahlenden Sendern abgesetzt.
Nach der gestern veröffentlichten Elektronischen Media-Analyse haben die ostwestfälisch-lippischen Sender damit 69.000 Hörer dazu gewonnen. Hinter dem absoluten Spitzenreiter Radio Westfalica (47 Prozent) folgen – mit schon deutlichem Abstand – Radio Bielefeld (38,6 Prozent) und Radio Hochstift mit einer Tagesreichweite von 37,1 Prozent.
Mit Zugewinnen von 15.000 Hörern und 13.000 Hörern mehr pro Tag sehen sich auch Radio Herford (35,5 Prozent) und Radio Gütersloh (35,7 Prozent) in ihren Programmstrategien bestätigt – und setzen weiterhin auf mehr lokale Informationen. In einigen Radiostationen wurde das landesweite Rahmenprogramm zugunsten von zusätzlichen lokalen Sendestunden reduziert. So senden beispielsweise Radio Bielefeld, Radio Gütersloh und Radio Hochstift seit September 2013 vormittags zwei Stunden länger lokales Programm aus den Sendegebieten – Radio Westfalica war mit dieser in Minden seit langem verfolgten Strategie erfolgreicher Vorreiter.
Ein positiver Aufwärtstrend für die Radiomacher zeichnet sich in der jungen Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ab: Hier steigt die Tagesreichweite beispielsweise bei Radio Bielefeld um 12,8 Prozentpunkte auf 30,8 Prozent an. Radio Westfalica freut sich über zehn Prozentpunkte mehr in dieser Zielgruppe und hat jetzt 50,7 Prozent.
Die lokalen Radiosender begegnen dem gewachsenen Interesse in den jüngeren Zielgruppen gezielt mit neuen Angeboten – unter anderem mit redaktionellem Engagement in den sozialen Netzwerken.
Die Reichweitenanalyse wird halbjährlich erhoben und gibt Auskunft über die Einschaltquoten und Bekanntheit der NRW- Radiosender. Als Stichprobe dienen 3600 Telefoninterviews unter repräsentativ ausgewählten Bewohnern aus OWL.
Info Radio Westfalica:
Das Programm von Radio Westfalica wird gemäß dem nordrhein-westfälischen Landesmediengesetz von der ehrenamtlich tätigen Veranstaltergemeinschaft für lokalen Rundfunk im Kreis Minden-Lübbecke e. V. (“Radio Westfalica”) verantwortet. Darin sind zahlreiche heimische Institutionen aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft vertreten. Wirtschaftlich wird der Sender von der Betriebsgesellschaft Radio Westfalica GmbH geführt, in der sich der Kreis Minden-Lübbecke, nahezu alle seine Kommunen sowie die Zeitungsverlage Mindener Tageblatt und Neue Westfälische zusammengeschlossen haben. Größter Einzelgesellschafter ist mit 49 Prozent der Anteile das Verlagsunternehmen J.C.C. Bruns, das auch das „Mindener Tageblatt“ herausgibt.
Die Redaktion sendet von einem eigenen Studio am Johanniskirchhof in Minden aus, Chefredakteur ist seit 2010 Ingo Tölle.





