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Nach sechs Jahren knackt die MT-Facebook-Seite die 15.000-Freunde-Marke

Feb.122016
Der durchschnittliche Facebook-Fan des Mindener Tageblatts ist weiblich, zwischen 25 und 34 Jahre alt und wohnt in Minden (alle Daten aus der Facebook-Statistik). Screenshot: MT

Der durchschnittliche Facebook-Fan des Mindener Tageblatts ist weiblich, zwischen 25 und 34 Jahre alt und wohnt in Minden (alle Daten aus der Facebook-Statistik). Screenshot: MT

Sechs Jahre hat es gedauert, bis die Fanseite des Mindener Tageblatts auf Facebook von 15.000 Menschen abonniert wurde. Für die Redaktion ist das eine magische Grenze und ein guter Grund, ein paar Fakten zusammenzutragen.

Das Wachstum nimmt an Fahrt auf
Die ersten 3.000 waren noch verhältnismäßig mühsam, seitdem geht es schneller: Von der Gründung der MT-Facebook-Seite am 5. Februar 2010 dauerte es mehr als zwei Jahre, bis das MT sich über die ersten 3.000 Facebook-Fans freuen konnte. Nur ein Jahr später, am 7. April 2013, waren es schon doppelt so viele. Ende Juli 2014 war die Zahl dann erstmals fünfstellig, eineinhalb Jahre später haben jetzt mehr als 15.000 Menschen die Seite „abonniert“. Allein in der vergangenen Woche kamen 103 neue Fans hinzu.

Warum die Redaktion die 10 000er-Marke verpasste
Und ganz plötzlich waren es mehr als 10.000. Als der Redaktion am 29. Juli 2014 gegen 3 Uhr morgens die Zahl 10.005 auf Facebook auffiel, war die magische Grenze schon unbemerkt vorbeigezogen. Der Bombenfund in der Mindener Innenstadt, in dessen Folge mehr als 5.000 Menschen evakuiert wurden, hatte der MT-Facebook-Seite so viele neue Leser beschert, dass die Redaktion es gar nicht mitbekam. Die kleine Freuden-Feier fiel deshalb aus.

Wichtig für die Kommunikation
Mit im Schnitt 20.000 bis 40.000 erreichten Personen am Tag ist der Facebook-Auftritt zum wichtigsten Kommunikationskanal der Redaktion geworden. Täglich teilen User in persönlichen Mitteilungen ihre Geschichten mit, schicken Leserfotos oder stellen Fragen zu redaktionellen Entscheidungen, der Zeitungsauslieferung oder zum Geschehen in Minden oder der Welt. Als beispielsweise die Bahnhofskaserne brannte, meldeten sich innerhalb von 30 Minuten ein Dutzend Leser via Facebook, um der Redaktion Bescheid zu sagen.
Alle diese Anfragen werden persönlich beantwortet. Zahlreiche Artikel sind aus den Tipps schon entstanden, einige der User stellten wir auch schon persönlich im MT vor.

Die Lieblingsthemen der Kommentatoren
Es gibt Posts, da weiß die Redaktion schon vorher: Es wird hoch hergehen. Bei anderen Themen bleibt es meistens ruhig. Wie auch in der Zeitung haben die Facebook-Leser des Mindener Tageblatts ihre Lieblingsthemen. Postet die Redaktion schöne Leserfotos, klicken die User zum Beispiel besonders häufig auf „Gefällt mir“. Ein Luftbild der Mindener Innenstadt von Krischi Meier, gepostet am 4. Februar 2016, bekam so mehr als 1.000 Likes.
Besonders häufig kommentiert werden Polizeithemen, Zeugenaufrufe werden häufiger geteilt, als andere Inhalte. Besonders hoch her geht es aber bei Themen rund um die Flüchtlingskrise. Binnen weniger Stunden gehen manchmal mehr als 100 Kommentare ein, die von der Redaktion geprüft werden müssen. Manchmal beschäftigt sich eine Person in der Online-Redaktion stundenlang mit nichts anderem. Die Diskussionen sind teilweise so hitzig, dass gegen Abend auf ein Posting verzichtet wird – um über Nacht nicht die Kontrolle über die Diskussion zu verlieren.

Welche Kommentare werden gelöscht?
Zensur, Beschneidung der Meinungsfreiheit, willkürliches Löschen: Wenn die Redaktion Facebook-Kommentare auf ihrer Seite sperrt oder User vollständig blockiert (bisher erst drei Mal vorgekommen), werden die User schnell ungehalten. Dabei ist es mitnichten so, dass Kommentare einfach gelöscht werden, weil sie einem Redakteur nicht gefallen.
Jeder Kommentar unter Facebook-Artikeln wird eingehend geprüft. Sollten Personen direkt beleidigt werden, der Sachverhalt der Verleumdung vorliegen oder Kommentatoren sich massiv im Ton vergreifen, werden diese Posts gelöscht. Die Redaktion verlangt von ihren Lesern, sich respektvoll zu begegnen. Ebenfalls werden Kommentare gelöscht, in denen Menschen sich rassistisch äußern, Volksverhetzung betreiben oder öffentlich zu Straftaten aufrufen. Denn, was viele nicht wissen: Die Redaktion haftet für Kommentare auf Facebook, die unter ihren Posts stehen. Kritik an der Redaktion, der Regierung oder anderen öffentlichen Institutionen wird hingegen nicht pauschal gelöscht.

Von Nina Könemann, Online-Redaktion

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