
Die Suche nach Wichtelgeschenken startet. Die meisten Menschen haben ein paar Dinge ganz hinten im Schrank oder auf dem Dachboden, die sie nicht mehr benutzen. Vielleicht kann man jemand anderem damit eine Freude machen? Foto: Alex Lehn
„Wer loslässt, hat zwei Hände frei“, sagt ein chinesisches Sprichwort. Und zwei leere Hände sind von Vorteil, wenn man etwas Neues bekommen möchte. In der MT-Adventsserie geht es in diesem Jahr ums Wichteln. Das Prinzip: tauschen statt kaufen.
Jeder kann mitmachen. Los geht´s am Montag, 2. Dezember. Das Prinzip des Wichtelns ist einfach: Die Lokalredaktion stellt in der Montagsausgabe das erste Geschenk mit Foto und einem kurzen Text vor. Was es ist, wird noch nicht verraten. Nur so viel: Es handelt sich um ein zeitloses Stück zur Dekoration der Wohnung.
Voraussetzung: Mindestens gute Flohmarkt-Qualität
Wer das Teil spontan haben möchte, ist am Zuge und muss ein anderes Teil zum Tausch anbieten. Die meisten Menschen haben ein paar Dinge ganz hinten im Schrank oder auf dem Dachboden, die sie nicht mehr benutzen. Aber vielleicht kann jemand anderes genau das gut gebrauchen. Übers erste Adventswochenende können potenzielle Teilnehmer schon mal ihre Schränke und Kisten nach einem geeigneten Gegenstand durchforsten.
Wichtig: Die angebotenen Wichtelgeschenke sollten mindestens eine gute Flohmarkt-Qualität haben. Das heißt: Die angebotenen Teile müssen sauber, möglichst einfach zu transportieren und im weitesten Sinne funktionsfähig sein. Jeder hat irgendwo Kisten mit Kram, die er eigentlich nicht mehr braucht, aber auch nicht wegwerfen mag. Vermutlich sind das genau die Stellen, wo man nach einem Wichtelgeschenk suchen sollte. Grundsätzlich gilt: Je origineller ein Teil, desto besser. Es kann auch etwas Selbstgemachtes sein. Kaputte Uhren, Kühlschränke oder Uralt-Skischuhe sind hingegen nicht gefragt. Das gilt auch für Riesenteile wie ein altes Klavier, das sich nur schwer transportieren lässt. Auch wertloser Plunder taugt definitiv nicht als Wichtelgeschenk.
Sollten sich mehrere Leser für das gleiche Geschenk interessieren, wählt die Redaktion den Bieter mit dem interessantesten Angebot aus. Er oder sie kommt am Nachmittag des gleichen Tages in die Redaktion, gibt sein gebrauchtes Teil ab und nimmt sein Wichtelgeschenk gleich mit nach Hause. Mit diesem neuen Gebot geht es wieder von vorne los.
Wichtelkette wird in Gang gesetzt
So entsteht täglich ein neues Angebot, sozusagen eine Wichtelkette – und das durchgängig bis Weihnachten. Der letzte Teilnehmer bekommt als Einziger sein Geschenk, ohne etwas anderes dafür zu bieten.
Wer ein Wichtelgeschenk sucht, kann ganz nebenbei bei sich zu Hause Ordnung schaffen und mal richtig aufräumen. Das setzt neue Energien frei, behauptet die Feng Shui-Expertin Karen Kingston. Ihre These: Nur Dinge, die geliebt, gebraucht und geschätzt werden, sind von guten und dynamischen Energien umgeben. Davon kann man nicht genug haben. Und mit neuen Energien kann man ins neue Jahr starten.
Das MT-Adventswichteln startet in der Montagsausgabe (2. Dezember)
Von Anja Peper, Lokalredaktion





