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BKK-Vorstandsvorsitzender Rolf Kauke geht mit der Gesundheitspolitik hart ins Gericht (#200in365, No.7)

Juli22018

Rolf Kauke geht mit der Gesundheitspolitik hart ins Gericht. Foto: Atelier Pfleiderer/pr. (© atelier pfleiderer- FOTOGRAFIE)

Viele Krankenkassen haben ihren Sitz in den Metropolen, in Hamburg, München oder Berlin. Die BKK Melitta Plus sitzt in Minden. Warum, das wollte MT-Chefredakteur Benjamin Piel vom BKK-Vorstandsvorsitzenden Rolf Kauke wissen.

Die bekannten Krankenkassen sind groß. Haben kleine Konkurrenten wie Sie da überhaupt eine Chance?

Es gibt zwei Modelle, die möglich sind: entweder riesengroß mit sehr großen Marktanteilen oder klein sein und bleiben, aber Nischen bedienen. Wir bedienen die lokalen Nischen im Mühlenkreis, in Bünde und in der Wesermarsch, auf die wir uns konzentrieren. Wir haben den Vorteil, dass wir alles vor Ort entscheiden und erledigen, es gibt keine Call-Center oder Ähnliches. Auch als Vorstand ist man im Haus meist erreichbar. Das ist hier also deutlich persönlicher als bei einer bundesweit agierenden Krankenkasse.

Was genau heißt das?

Neben der Ansprechbarkeit unserer 100 Mitarbeiter sind wir autark und können uns in lokale Projekte wie beispielsweise das Demenznetz Minden ganz anders einbringen als das eine bundesweit agierende Krankenkasse mit großer Entfernung der Entscheidungsträger – räumlich wie inhaltlich – tun könnte.

Vermutlich haben Sie trotzdem ähnliche Probleme wie die großen Kassen. Wie schätzen Sie die Gesundheitspolitik der zurückliegenden Jahre ein?

Die Gesundheitspolitik war und ist viel zu sprunghaft. Es fehlt mir der rote Faden, der über das Denken von Legislaturperiode zu Legislaturperiode hinausgeht. Der personelle Notstand in der Pflege hat sich seit Jahren aufgebaut. Hätte nicht ein junger Mensch Angela Merkel in einer Fernsehsendung vor der Bundestagswahl die Frage gestellt, wie sie die dramatische Situation in der Pflege einschätze, würde das Thema vielleicht noch immer vor sich hindümpeln. Den politischen Anspruch auf den grundsätzlichen Willen zur Veränderung kann ich an der Stelle nicht erkennen. Nun heißt es plötzlich, die geplante Verbesserung der Situation in der Pflege durch mehr Pflegekräfte solle aus Mitteln der Krankenversicherung bezahlt werden. Mit so einer Idee kommt die Politik überraschend um die Ecke. Da werden kurzfristig Löcher gestopft, aber keine langfristigen Pläne gemacht. Wundert es da, dass manche Krankenkassen sicherheitshalber kleine Reserven haben?

Die BKK Melitta ist eine geöffnete Krankenkasse, Menschen aus fünf Bundesländern können bei Ihnen Mitglied werden. Was sollte einen Menschen, der weit weg von Minden lebt, bewegen, ausgerechnet Mitglied Ihrer Kasse zu werden?

Wir versichern, sofern es möglich ist, jeden, der es will. Aber unsere Herzen schlagen für die genannten Regionen und auf die konzentrieren wir uns. Von unseren 53.000 Versicherten kommen zwei Drittel aus dem Mindener Umland, ein Drittel kommt aus Nordenham. Das hat den Hintergrund, dass wir 2003 fusioniert sind mit der damaligen BKK Maritim, die dort ihren Sitz hatte. Unsere Kunden gewinnen wir vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Wir wollen eben nicht zentralisieren und wir kennen das Gesundheitswesen hier vor Ort, können etwa Spezialleistungen mit Ärzten in unseren Regionen vereinbaren, etwa einen Zahnbehandlungstarif.

Was hat die BKK noch mit Melitta zu tun?

Weniger als viele denken. Melitta ist im Namen geblieben. Die Versicherung war in den 1950er-Jahren gegründet worden als Betriebliche Krankenversicherung des Melitta-Konzerns. Im Zuge der Ökonomisierung des Gesundheitssystems innerhalb der 1990er-Jahre hat sich die BKK Melitta 1999 vom Konzern gelöst. Melitta ist allerdings weiterhin ein Träger der BKK und in unserem Verwaltungsrat sind Vertreter des heimischen Konzerns. Die Selbstverwaltung trifft die wesentlichen Entscheidungen für unsere BKK.

Vor zwei Jahren ist die BKK Melitta Plus in die Schlagzeilen geraten, weil die Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts des Abrechnungsbetrugs gegen Mitarbeiter ermittelt und ihre Büros durchsucht hat. Wie hat sich die Sache entwickelt?

Wir haben uns gegenüber der Staatsanwaltschaft kooperativ verhalten und vollständige Transparenz geschaffen. Es ist bisher nicht zu einer Anklage gekommen. Ich gehe davon aus, dass dieses Kapitel noch in diesem Jahr auch formal abgeschlossen werden kann.

Von Benjamin Piel, Chefredakteur

In seinem ersten Jahr als Chefredakteur des Mindener Tageblatts will Benjamin Piel an 200 Orten mit 200 Menschen sprechen. Sie möchten ihn einladen? Kontaktieren Sie ihn per Mail an benjamin.piel@mt.de oder unter der Telefonnummer (0571) 88 22 59.

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