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MT-Stadtgespräch zur Götterdämmerung: Im mythologischen Boxring

Sep.32018

Im Gespräch mit MT-Kulturchefin Ursula Koch spricht Regisseur Gerd Heinz über die Herausforderungen rund um den Mindener Ring, das große Werk auf der kleinen Bühne. Foto: Kerstin Rickert (© Kerstin Rickert)

In dieser Woche schließt sich auf der Bühne des Stadttheaters der Kreis – genauer der Ring, der nach Rheingold, Walküre und Siegfried mit der Götterdämmerung komplettiert wird. Beim mittlerweile traditionellen MT-Stadtgespräch zu den Wagner-Produktionen gaben die Ressortleiterinnen Monika Jäger (Lokales) und Ursula Koch (Kultur) mit einigen der Hauptbeteiligten Einblicke in den vierten Teil es Opern-Zyklus.

Die Vorfreude auf die Premiere der vierten Station des Mammutprojektes „Ring des Nibelungen“ am kommenden Donnerstag ist bei Regisseur Gerd Heinz deutlich zu spüren. „Ich bin froh und stolz, dass wir es geschafft haben, dieses Riesenwerk, das größte der westlichen Hemisphäre, auf die kleinste Bühne der Welt zu bringen“, sagt er. Insofern sei die Götterdämmerung auch ein Finale. Für die Vorsitzende des Mindener Wagner-Verbandes, Jutta Hering-Winckler, ist die aktuelle Produktion erst das kleine Finale. „Das große Finale haben wir im nächsten Jahr, wenn alle vier Opern aufgeführt werden.“ Deutlich wird in allen Gesprächen, dass das noch einmal eine ganz besondere Herausforderung für alle Beteiligten sein wird.

Acht Wochen intensiver Proben liegen hinter dem gesamten Team. Plus Vorbereitung. NWD-Bratschist Friedrich Luchterhand spricht von 34 Proben allein für das Orchester. Im nächsten Jahr ist der Zeitplan deutlich straffer: Vier Opern in acht Wochen, drei Orchesterproben statt acht. Sich an vier Opern zu erinnern, vor allem an die Details, sei die größte Herausforderung für die Mitwirkenden, macht Regisseur Heinz deutlich. „Rheingold ist dann vier Jahre weg.“ Die Proben für das Gesamtwerk beginnen bereits im Frühjahr – neben dem normalen Spiel- und Probenplan. „Das Orchester ist so gut, dass es das auch noch kann“, ist NWD-Intendant Andreas Kunze überzeugt.

Dass so eine Produktion wie Wagners Ring nur mit ganz viel Enthusiasmus und Leidenschaft funktioniert, wird vor allem im Gespräch mit Friedrich Luchterhand deutlich. Er ist Produktionsbüro, Buchhalter, Pressereferent und noch einiges mehr in Personalunion. „Nebenbei“ ist er auch noch Bratscher bei der NWD. Wie er das schafft? „Ich habe Spaß daran und nach einem Tag im Produktionsbüro, wo ständig das Telefon klingelt, ist es für mich Entspannung, wenn ich nur noch Bratsche spielen muss“, sagt er bescheiden. Die Götterdämmerung allerdings gehe er nicht mehr ganz so locker an. „Die Partituren werden schwieriger, die Herausforderungen größer.“ Schlaflose Nächte habe er trotz der Doppelbelastung nicht. „Wir sind ein hervorragendes Team, Jutta Hering-Winckler ist mir ein Vorbild. Jeder hilft jedem und man unterstützt sich gegenseitig“, sagt der Mann, dem Monika Jäger spontan den Titel „Guter Geist der Produktion“ verpasst.

Alle Gesprächspartner vermitteln den Eindruck, dass Hering-Wincklers Plan, den Ring in Minden zu inszenieren, nur deshalb funktioniert, weil alle an einem Strang ziehen. „Wir arbeiten als Team und da ist es egal, woher eine Idee kommt“, sagt auch Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann, der Minden zwar eine besondere Herausforderung nennt, die aber offenbar eng zusammenschweißt. Auch sonst mangelt es den Protagonisten offensichtlich nicht an Ideen. Waldhornist Andreas Mayer lässt bei der Götterdämmerung drei Stierhörner ins Publikum ragen. 2001 sei er damit am Theater in Münster erstmals in Berührung gekommen. „Mit normalen Hörnern übertönen Sie ein so großes Orchester nicht“, sagt er. Bei einem Tierpräparator wurde er fündig und baute die rund 50 Zentimeter langen Hörner kurzerhand um.

„Ich habe das Gefühl, dass wir alle in einer Familie zusammenarbeiten“, ergänzt Regisseur Gerd Heinz. Mittlerweile bräuchten er und Schlößmann sich nur anzugucken und hätten den gleichen Gedanken. Auch das Bühnenbild für die Götterdämmerung habe sich im Team entwickelt. Heinz: „Wir wollten nie eine Illusion, sondern einen abstrakten Raum mit realistischen Teilen.“ Zu der Wendeltreppe, die sich durch den gesamten Ring zieht, sind noch einige Treppen hinzugekommen. „Das Ganze hat jetzt so etwas von einem mythologischen Boxring.“ Einzelheiten will er aber vor der Premiere nicht verraten. Nur so viel: „Wir haben eine sehr berührende Schlussszene gefunden. Das wird ein äußerst bewegender Moment.“

Von Kerstin Rickert, Freie Mitarbeiterin Lokales und Kultur

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