
Vielleicht wird in Deutschland auch zu gern über Strukturen und Systeme gestritten statt nach Inhalten zu fragen. Ungefähr ein Fünftel der Eltern von Zweit- und Drittklässlern sind noch unentschlossen, hat eine Umfrage der Stadt kürzlich ergeben. Für Bildungsplaner ist das ein Albtraum. Für die Kinder ist das vielleicht nicht das Schlechteste. Immerhin heißt das auch, dass ihnen Möglichkeiten offen stehen.
Denn die Wahrheit ist vermutlich: Das perfekte System gibt es nicht. Die perfekte Schule gibt es nicht. Aber: Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es da draußen eine Schule, die besser zu Ihrem Kind passt als andere. Das ist etwas, was nur Eltern kompetent entscheiden können: Was braucht dieses eine Kind, mein Kind? Deshalb ist es wichtig, sich zu informieren und sich selbst ein Bild zu machen. Die schwerste Übung kommt dann erst: Nerven behalten, loslassen. Darauf vertrauen, dass man seinem Kind genug Selbstwertgefühl und Widerstandskraft mitgegeben hat, um es auch in einem nicht perfekten Schulsystem seinen Weg zu finden.
Nadine Conti, Lokalredakteurin
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