Verlief Ihr Dezember auch im Zeitraffer? In der Redaktion hatte er kaum begonnen, da war 2011 auch schon wieder beendet. Zwischendurch ein bunter Mix der Gefühle: Erst Vorfreude auf Weihnachten, dann Stress, Krankheit, noch mehr Stress, Verlegung von Redaktionsschlüssen, am Ende eine Punktlandung und wieder Krankheit.
Im Prinzip ist der Dezember das „Dinner for One“ der Redaktion: Jedes Jahr wieder ist er plötzlich da und kündigt das Jahresende an. Im Gepäck hat er einen tückischen Tigerteppich: Den Jahresrückblick. Millionen Bilder und Informationen des vergangenen Jahres wollen ausgewertet und neu aufbereitet werden. Leider hat das Team für den Jahresrückblick im laufenden Jahr nur halbherzig an den Dezember gedacht und dementsprechend schlecht vorgesorgt. Die Folge: Am 1. Dezember sind die 92 Seiten des Magazins traditionell weiß und die Redaktion sieht rot. Der Drucktermin (19. Dezember) wird zum Damoklesschwert.

Jetzt ist Taktik gefragt: Die Redakteure müssen die zahlreichen Seiten – bisher nur mit Bildern und Überschriften gefüllt – mit Texten füllen. Für den Rückblick werden alle Artikel neu geschrieben. Das stellt neben der Advents-Produktion der Zeitung keine leichte Aufgabe dar, eigentlich haben alle genug zu tun. Um trotzdem pünktlich fertig zu werden, wird der Redaktionsschluss künstlich nach vorne verlegt. So sollen auch die Trödler, die traditionell drei Tage nach der Deadline mit ihren Texten anfangen, am 19. Dezember fertig sein. Was zeitlich noch möglich ist, wird vom Rückblick-Team selbst aufgefüllt. Zeitleisten, Meldungen und überregionale Themen sorgen für erste Lichtblicke auf den weißen Seiten.
Inzwischen ist der 15. Dezember, noch vier Tage bis Redaktionsschluss, es sind weiterhin 60 Seiten leer, die Stimmung droht zu kippen. Mitlerweile müssen alle mithelfen, um das Magazin pünktlich fertig zu kriegen. Wie jedes Jahr fallen beim Rückblick-Team die Sätze: „Im nächsten Jahr kann das mal wer anders machen“, und „Nächstes Jahr fangen wir schon im Januar an, Themen und Bilder zu sammeln.“
Machen wir es nicht spannender, als es ist: Der Rückblick ist pünktlich fertig geworden und liegt heute Ihrer Zeitung bei. Wir hoffen Sie haben Freude mit den 92 Seiten, denen man den Stress der Produktion nicht mehr ansieht. Die Redaktion hat das Jahr am 19. Dezember beendet (deswegen kommt Johannes Heesters nicht im Rückblick vor.) Das Buch 2011 wird damit vorerst zugeklappt, die Wunden müssen heilen. Spätestens Ende 2012 wird der dann alte Jahresrückblick aber wieder in der Redaktion liegen, wenn sich die Frage stellt: „Wie haben wir das eigentlich letztes Jahr gemacht?“
Auf jeden Fall wurde nicht im Januar damit begonnen Themen zu sammeln, so viel ist schon mal sicher…
Autorin: Nina Könemann (gemeinsam mit Stefanie Dullweber für die Produktion des Jahresrückblicks verantwortlich)
Der Jahresrückblick ist eine kostenlose Beilage für Abonnenten des Mindener Tageblatts. Alle anderen können das Magazin für 3,50 Euro bei Express „Express – Reisen/Tickets/Zeitschriften“, Obermarktstraße 28-30, kaufen.






