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Kommentar zum Tag der Pressefreiheit: Nur Mut!

Mai32019

Screenshot: MT

Sie sind heute hoffentlich ordentlich gestolpert – über die Titelseite des MT. Das haben wir jedenfalls so beabsichtigt. Die Front sieht entschieden anders aus als gewöhnlich. Das Bild hat der deutsche Künstler Norbert Bisky anlässlich des Tags der Pressefreiheit für deutsche Zeitungen gemalt. Er nennt es „Rauschen“. Zu sehen ist ein Mann mit verbundenen Augen inmitten eines Farb-Regens, der sich auf ihn ergießt.

Ich interpretiere es so, dass sich heute leicht die Orientierung verlieren lässt im Rauschen des medialen Dauerfeuers. Es suggeriert zwar beste Information und Informiertheit, doch tatsächlich vernebelt es uns die Sinne. Am Ende fühlt es sich an, als verstünde man vor lauter Informationen über das Weltgeschehen die Welt nicht mehr. Und auch die Journalisten müssen sich immer wieder die Binde von den Augen reißen, um ihre Umgebung klar zu sehen und entsprechend erhellend zu schildern.

Die Forderung nach Pressefreiheit klingt wie ein Ruf Richtung Nordkorea oder Türkei. Wie etwas, das uns nicht viel angeht, weil bei uns ja alles gut ist. In Deutschland, in Minden, Hille, Petershagen und Porta. Aber so einfach ist es nicht. Die Pressefreiheit ist bedroht – im Großen wie im Kleinen.

Es ist mir nicht nur einmal passiert, dass ich einen Bürgermeister in der Leitung hatte, der eine Berichterstattung verhindern wollte. Nicht nur einmal, dass Anzeigenkunden wirtschaftlichen Druck auszuüben versuchten. Oder dass eine Kreisverwaltung Informationen zurückhielt, obwohl die Presse darauf einen Anspruch hatte. Und wie recht wäre es windigen Immobilienbesitzern, es würde das Projekt „Wem gehört Minden?“ nicht geben, das die Abgründe des Marktes vor Ort sichtbar macht. Immer öfter ist auch das MT mit Anwälten konfrontiert, die im Namen ihrer Mandanten mit rechtlichen Schritten drohen.

Manchmal sind es auch wir Journalisten selbst, die wir uns zensieren, weil wir Angst vor möglichen Konsequenzen unter den engen Bedingungen von Nähe und Distanz haben. Redet dieser oder jener noch mit mir, wenn ich ihn kritisiere? Journalisten können sich auch selbst in Kerker sperren.

Es ist nicht eine Eigenheit nur von Schurkenstaaten, Journalisten mundtot und Medien zahnlos machen zu wollen. Die Pressefreiheit ist weder selbstverständlich noch ein Selbstläufer. Auch, wenn uns das manchmal so vorkommt.

Wir haben die Freiheit – wenn wir sie nutzen. Also: Nur Mut!

Benjamin Piel, Chefredakteur

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